Delegiertenversammlung

Die Delegiertenversammlung (DV) ist das höchste Organ des VSPB und wird alle zwei Jahre von einer unserer Sektionen oder dem Verbandssekretariat durchgeführt.

 

An der Delegiertenversammlung werden zwischen 250 und 300 Vertreter aus den Sektionen (Delegierte, Ehrenmitglieder und sämtliche Vertreter des VSPB) sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften teilnehmen.

 


 

Stressprävention bei Polizistinnen und Polizisten: Polizisten, Arbeitgeber und VSPB stehen in der Pflicht

Am 28. und 29. Juni versammelten sich rund 250 Polizistinnen und Polizisten aus der ganzen Schweiz zur 94. Delegiertenversammlung des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB. Dabei wurde die amtierende Präsidentin Johanna Bundi Ryser einstimmig für eine weitere Amtszeit bestätigt. Am ersten Tag wurden, bei der Behandlung der statutarischen Geschäfte, zudem der Tessiner Michele Sussigan und der Solothurner Roger Huber als neue Mitglieder in die Geschäftsleitung gewählt.

 

Am Thementag vom 29. Juni diskutierten die Polizistinnen und Polizisten mit anerkannten Persönlichkeiten und weiteren Gästen aus Polizeikreisen und Politik über die Stressprävention.

 

Am Thementag wurde der VSPB auch bestärkt den eingeschlagenen Weg im Bereich der Stressprävention weiterzuführen. Dafür braucht es aber die Initiative von den Polizisten, den Polizeikorps und dem Berufsverband. Um das zu verdeutlichen und zu festigen hat VSPB-Präsidentin Johanna Bundi Ryser eine Grafik mit dem Titel „Gemeinsam für eine gesunde Sicherheit“ vorgestellt. 


Der Thementag «Polizisten im Stresstest»

Wie ist der Stressbarometer unter den Polizistinnen und Polizisten? Was machen die Arbeitgeber, um die psychische Gesundheit der Polizistinnen und Polizisten zu gewährleisten? Wie können stressbedingte Ausfälle und Folgeschäden vermieden werden? Was müssen die Polizistinnen und Polizisten selber machen, um sich vor den negativen Folgen von Stress zu schützen? Diese und weitere Fragen wurden am Thementag «Polizisten im Stresstest» der 94. Delegiertenversammlung des Verbands Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB am 29. Juni 2018, im Kongresscenter der BERNEXPO in Bern, behandelt. Dabei diskutierten rund 250 Polizistinnen und Polizisten mit anerkannten Persönlichkeiten und weiteren Gästen aus Polizeikreisen und Politik über die Stressprävention.

«Gedroht haben schon viele. Er aber hat seine Drohung umgesetzt und seine Ehefrau, Mutter von vier Kindern, getötet» mit diesen Worten einer Polizistin eröffnete der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB den Thementag «Polizisten im Stresstest». Es folgte ein eindrücklicher Erfahrungsbericht einer Polizistin. Darin schilderte sie, wie sie vor ca. 20 Jahren während ihres ganz normalen Polizeialltages – nachträglich gesehen – an ihre psychischen Grenzen stiess.

 

Ein Straftäter hatte seiner Ehefrau mehrfach mit dem Tode gedroht. Nur kurze Zeit nach seiner Haftentlassung und trotz getroffener Vorsichtsmassnahmen durch die Polizei, machte er seine Drohung wahr und erdrosselte seine Frau. Bei der Tatrekonstruktion musste die Polizistin die Rolle des Opfers einnehmen. Sie schilderte eindrücklich, dass «so nahe an dem gefährlichen Mann verharren zu müssen, ohne reagieren zu dürfen» in ihr Ungeahntes auslöste. Erst Jahre später erkennt sie in einer Therapie mit zufälligem Augenmerk auf das geschilderte Ereignis «das Unterdrücken eines Lebensinstinktes» ungesunden Stress in ihr ausgelöst hatte. Seit dem Bewusstwerden dieser Tatsache seien die Bilder etwas verblasst.

 

Sie schloss mit den Worten: «Heute weiss ich, dass eine mentale Vorbereitung vor dieser Tatrekonstruktion und eine kurze Besprechung danach überaus nützlich und präventiv gewirkt hätten. Aber niemand hat daran gedacht».

 Johanna Bundi Ryser


 «Herausfordernde Situationen und Stress gehören zu unserem Berufsalltag und auch zu unserem Privatleben dazu. Wichtig ist aber die Balance zwischen Stress und Erholung.»  


 

 


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In ihrer Begrüssungsrede betonte VSPB-Präsidentin Johanna Bundi Ryser, dass Polizistinnen und Polizisten sowohl körperlich, aber auch psychisch vollkommen gesund sein müssen, um tagtäglich für Sicherheit sorgen zu können. «Herausfordernde Situationen und Stress gehören zu unserem Berufsalltag und auch zu unserem Privatleben dazu. Wichtig ist aber die Balance zwischen Stress und Erholung».

 

Um eine aussagekräftige Standortbestimmung machen zu können, hat der VSPB einerseits bei verschiedenen Polizistinnen und Polizisten der Luzerner Polizei und der Freiburger Kantonspolizei eine Messung der Herzfrequenzvariabilität über 72 Stunden oder länger gemacht. Die Messungen wurden durch Diana Weber, Mentalcoach (MAS) und Stresspräventionsberaterin, durchgeführt, ausgewertet und mit den Polizistinnen und Polizisten individuell besprochen. Am Thementag wurden diese Daten dann durch Notfallarzt Dr. med. Heinz Hofstetter vorgestellt.

 

Andererseits führte der VSPB bei den Polizeikorps eine Umfrage durch, um herauszufinden, welche Massnahmen von den Arbeitgebern bereits angeboten werden. Bei den Ergebnissen hat sich herausgestellt, dass gewisse Polizeikorps entsprechende Angebote zur Verfügung stellen. Überraschend war die Tatsache, dass 57% der Befragten interessiert an einem Angebot des VSPB sind. Dieses Ergebnis hat die Geschäftsleitung des VSPB dazu veranlasst, die Schaffung eigener Angebote ins Auge zu fassen.


 

Verleugnen, unter Stress zu stehen, kann krank machen 

Dr. Stéphanie Habersaat


 «Stress ist nicht per se negativ, aber Polizistinnen und Polizisten sind die Berufsleute, die – nach dem Militär – am stärksten dem negativen Stress ausgesetzt sind.» 


 


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Dr. Stéphanie Habersaat, Dr. in Life Sciences (Biologische und Medizinische Fakultät) zeigte auf eindrückliche Weise auf, wie Stress entsteht und was im Körper genau passiert. Sie betonte: «Stress ist nicht per se negativ, aber Polizistinnen und Polizisten sind die Berufsleute, die – nach dem Militär – am stärksten dem negativen Stress ausgesetzt sind.» So haben mehrere Studien aufgezeigt, dass Polizistinnen und Polizisten mit einer drei- bis vierfach höheren Wahrscheinlichkeit an posttraumatischem Stress erkranken. Dies liege einerseits an den unregelmässigen Arbeitszeiten, aber auch an der Betriebskultur in den Polizeikorps. Zwei wichtige Faktoren, die die Polizistinnen und Polizisten nicht selber ändern können. Sie erklärte auch, dass in Stresssituationen ein biochemischer Vorgang im menschlichen Körper ausgelöst wird. Dabei werden diverse Hormone ausgeschüttet, welche notwendig für die entsprechende Reaktionsfähigkeit sind.

 

Um die Stressbelastung bei der Polizei zu analysieren, hat sie vor einigen Jahren eine Cortisol-Messung für die Neuenburger Polizei durchgeführt. Dabei haben über 100 Polizistinnen und Polizisten Fragen beantwortet, Speichelproben gegeben und die Arbeitsbedingungen sowie die internen Strukturen analysiert. Das Ergebnis ergab, dass die Selbstwahrnehmung der Polizistinnen und Polizisten mit den biochemischen Überprüfungen nicht übereinstimmten. Die Verleugnung, unter Stress zu stehen, hindert nachweislich den Abbau des Stresshormons Cortisol. Um länger gesund zu bleiben, wäre es förderlich, sich auch einzugestehen, wenn es einem nicht gut geht.


  

Stresstest bei den Polizistinnen und Polizisten

Dr. med. Heinz Hofstetter


«Bei den Getesteten ergab sich auf den ersten Blick ein sehr erfreuliches Bild. Nur muss das nicht für alle Polizistinnen und Polizisten gelten.»  


 


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Um den aktuellen Stresszustand der Polizistinnen und Polizisten aufzuzeigen, hat die Geschäftsleitung, unter Federführung von Tania Glanzmann, Diana Weber (dipl. Mentalcoach MAS und Stresspräventionsberaterin) mit der Durchführung von 72-Stunden-HRV-Messungen (Messung der Herz-Raten-Variabilität) beauftragt. Dank der grossen Unterstützung der Kommandanten Adi Achermann (Luzerner Polizei) und Philippe Allain (Kantonspolizei Freiburg) konnten in der Folge 14 HRV-Messungen durchgeführt werden. Dabei trugen die Kolleginnen und Kollegen während 72 Stunden (manche sogar auf Wunsch länger) ein kleines Aufzeichnungsgerät mit sich herum und führten ein Online-Journal aus.

 

Die Ergebnisse wurden individuell mit den Polizistinnen und Polizisten besprochen. Bei einem Teil der Messungen wurden parallel dazu die Herzfrequenzwerte von zwei Ärzten analysiert und durch Dr. med. Heinz Hofstetter, Leitender Arzt im Notfallzentrum des Lindenhofspitals Bern, vorgestellt.

 

Er betonte «Arbeit kann krank machen», nur mache das noch keinen Stress. Er merkte an, dass die ausgewerteten Messungen gezeigt haben, dass die meisten der Getesteten auch nach einem starken Anstieg der Herzfrequenz eine rasche Erholung des Pulses aufzeigten. Dies ist erfreulich und zeigt keine chronische Stressbelastung bei den Probanden. Spannend war, bei welchen Tätigkeiten ein Pulsanstieg registriert worden ist. Bei den Getesteten ergab sich auf den ersten Blick ein sehr erfreuliches Bild. Nur muss das nicht für alle Polizistinnen und Polizisten gelten. Wichtig sei auch, dass der Ruhepuls eine halbe Stunde nach einem Ausschlag wieder in den Normalbereich kommt. Das kann aber nicht geschehen, wenn man im Traum die im Dienst erlebten Ereignisse verarbeitet.


 

Arbeitgeber sowie Polizisten in der Pflicht

Dr. med. Dieter Kissling


«Die Polizeikorps müssen in die Führungsselektion und die Führungsausbildung investieren.»  


 


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Für Dr. med. Dieter Kissling, Gründer und Leiter des Instituts für Arbeitsmedizin ifa in Baden, gibt es neben den normalen Stressoren bei den Polizistinnen und Polizisten auch berufsbedingte Einwirkungen, die krank machen können. Dies zeigen sowohl verschiedene ausländische Studien wie auch die eigenen Untersuchungen, die er mit seinem Institut bei verschiedenen Polizistinnen und Polizisten gemacht hat. Diese zeigen, dass neben den berufsbedingten Stressoren wie Zeitdruck, Personalmangel, unregelmässige Arbeitszeiten, vor allem die interne Hierarchie mit der fehlenden Wertschätzung chronischen Stress auslöst. Ebenfalls begünstigen Gruppendruck, Machtlosigkeit und soziale Isolation mit der Einstellung «wir gegen sie» den chronischen Stress.

 

Darum sei es besonders wichtig, dass die Arbeitgeber Führungspersonen auswählen, die Führungsqualitäten besitzen und ihren Job auch wahrnehmen. Sie sollten sich um die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter sorgen und das physische und psychische Wohlbefinden als essenziell für die Resilienz im Polizeiberuf fördern. Darum forderte er ganz klar: «Die Polizeikorps müssen in die Führungsselektion und die Führungsausbildung investieren.»

 

Die Polizistinnen und Polizisten sind gemäss Dr. med. Dieter Kissling aber auch selber ein Teil des «Problems». Hoher Leistungsanspruch an sich selbst, die Schwierigkeit NEIN zu sagen sowie die Eigenschaft Überdruss und Unzufriedenheit zu verleugnen seien bei den Ordnungshütern weit verbreitet. Darum sei es sehr wichtig, dass die Polizistinnen und Polizisten die Warnsignale des eigenen Körpers beachten und die eigenen Bedürfnisse nicht langfristig ignorieren würden.


 

«Stress am Arbeitsplatz» ist eine Realität und muss angegangen werden

Kammandant Philippe Allain


 «Wir müssen an den Ressourcen, den verschiedenen Sichtweisen und an der Ausbildung arbeiten – auch im mentalen Bereich.»  


 


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«Polizisten sind loyale Menschen, sehr loyale Menschen, das ist eine gute Eigenschaft, aber auch ihr grösstes Problem», betonte der Kommandant der Freiburger Kantonspolizei, Philippe Allain. Als Kommandant sei es eine Herausforderung, auch die eigenen Fehler einzugestehen und diese zu verbessern. «Nur wenn wir zusammen wachsen, sind wir stark genug, um in der Gesellschaft bestehen zu können», ist der Freiburger Kommandant überzeugt. Die Ansprüche der Gesellschaft an die Polizistinnen und Polizisten seien darum sehr hoch, da sie immer in dieser Rolle wahrgenommen werden. Denn sie haben sich exemplarisch zu verhalten und stehen – auch in ihrer Freizeit – im Scheinwerferlicht. «Dies bedeutet ein zusätzlicher Druck und Stress, denn auch wir sind Menschen und machen Fehler. Es ist wichtig, dass wir uns dies eingestehen.»

 

Die Polizistinnen und Polizisten wollen in ihrem Beruf Verantwortung und Initiative übernehmen. Somit braucht es Führungspersonen, die aktiv die empathische Zusammenarbeit mit ihren Unterstellten suchen und diese im Beruf begleiten. «Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Führungspersonen Führungsqualitäten besitzen, müssen Menschen mögen und dürfen sich nicht an den alten Machtpositionen und Führungshierarchien orientieren», betonte Kommandant Allain. Es sei aber ebenso wichtig, dass die Polizistinnen und Polizisten sich selbst eingestehen, wenn es ihnen zu viel wird oder sie Hilfe benötigen. Für ihn ist es eine zentrale Aufgabe des Kommandos, einzugestehen, dass Stress ernst zu nehmen ist und versuchen, geeignete Massnahmen gegen den chronischen Stress bei den Polizistinnen und Polizisten zu schaffen.

 

«Eins ist sicher, wir müssen in den nächsten Jahren etwas machen!», sagte der Kommandant und betonte: «Wir müssen an den Ressourcen, den verschiedenen Sichtweisen und an der Ausbildung arbeiten – auch im mentalen Bereich.» Da für ihn «Stress am Arbeitsplatz» eine Realität ist, müssen alle Beteiligten Verantwortung übernehmen, akzeptieren, dass die Gesellschaft sich verändert, gemeinsam mit allen Lösungen suchen und den Mut haben, authentisch zu sein.


 

Bewusstsein = der Schlüssel zum Erfolg

Mentalcoach Diana Weber


 «Eine sehr gute Möglichkeit, um den eigenen Stresstest zu machen und das individuelle Antistress-programm zu finden, ist die HRV-Messung (Herz-Raten-Variabilität).»  


 


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Diana Weber, dipl. Mentalcoach (MAS) und Stresspräventionsberaterin bei DI MIND, betonte, dass die Prävention voraussetzt, dass geeignete Massnahmen verfügbar sind. «Es setzt aber auch voraus, dass man selbst bereit ist in die Prävention zu investieren», sagte sie und verglich die Stressprävention mit der Zahnprophylaxe, die heute alltäglich ist. Dafür muss man sich selber kennen und wissen, was einem gut tut.

 

Der Schlüssel dazu sind das Bewusstsein und die Achtsamkeit. Dabei sei es sehr wichtig, dass wir die Fähigkeit haben oder entwickeln, um unsere eigenen Belastungsgrenzen zu erkennen, das Gleichgewicht zwischen Tun und Lassen zu leben und die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Nur so könnten die Polizistinnen und Polizisten ihren ständigen mentalen Leistungssport bewältigen. Um sich mental und körperlich in Topform zu halten, ist das Bewusstsein der Eigenverantwortung sehr wichtig. Nur so informieren wir uns über die verschiedenen Möglichkeiten, die der Arbeitgeber beispielsweise anbietet oder die auf dem Markt bestehen (Entspannungs- und Sportangebote, aber auch Coachings).

 

Eine sehr gute Möglichkeit, um den eigenen Stresstest zu machen und das individuelle Antistressprogramm zu finden, sei die HRV-Messung (Herz-Raten-Variabilität), die sie im Auftrag des VSPB im Vorfeld der Delegiertenversammlung bei 14 Polizistinnen und Polizisten durchgeführt hat. Diese ist eine einfache und effiziente Methode, um das Ausmass von Stress – unabhängig der Ursache – zu erkennen und zu merken, wie der eigene Motor funktioniert und reagiert. «Schon nur das sich bewusst sein, dass man die Messung macht, kann zu einem bewussteren Umgang führen», sagte Diana Weber und berichtete über einige Erkenntnisse der teilnehmenden Polizistinnen und Polizisten. Ein sehr zentraler Punkt war dabei der richtige Umgang mit den Erholungsphasen, die für die körperlichen Ressourcen sehr wichtig sind und wegen den unregelmässigen Arbeitszeiten oft zu kurz kommen.

 

Zum Abschluss forderte Diana Weber die Anwesenden dazu auf, während 60 Sekunden lautlos zu lachen und sagte: «In den ersten 15 Sekunden kommt man sich blöd vor. Nach 45 Sekunden beginnen Sie Ihr Denken zu ändern und nach 60 Sekunden haben Sie ein gutes Gefühl, den Glückshormone fressen Kampfhormone auf!»


 

Gemeinsam für eine gesunde Sicherheit

An der Podiumsdiskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass sich sowohl die Arbeitgeber wie aber auch die Polizistinnen und Polizisten ihrer Verantwortung bewusst sein und an einem Strang ziehen müssen. Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter VSPB ist sich seiner Rolle als Vertreter der Polizistinnen und Polizisten bewusst. Er nimmt die Stressprävention ernst und fordert alle auf, ihren Beitrag zu leisten, denn es geht um die Gesundheit jener, die sich tagtäglich für die Sicherheit im Land einsetzen. Die Polizistinnen und Polizisten fordern und verdienen die Wertschätzung vom Arbeitgeber und der Politik. Um das zu verdeutlichen und zu festigen stellte VSPB-Präsidentin Johanna Bundi Ryser eine Grafik mit dem Titel «Gemeinsam für eine gesunde Sicherheit» vor. «Diese Grafik definiert aus unserer Sicht die drei wichtigsten Key-Player, die sich dieser Gesundheitsfrage annehmen müssen: der Polizist und die Polizistin, der Arbeitgeber und der VSPB», sagte die VSPB-Präsidentin und betonte: «Alle müssen sich ihrer Verantwortungen und Aufgaben bewusst sein.»

 

Für die Polizistinnen und Polizisten bedeutet das, dass sie sich über die Auswirkungen von Stress bewusst werden und ihre Eigenverantwortung wahrnehmen. Der Arbeitgeber muss sich seiner Führsorgepflicht bewusst sein und seine Führungsqualitäten hinterfragen. Der VSPB selber sieht sich in der Pflicht, Möglichkeiten der Einbettung des Themas in Aus- und Weiterbildung anzuregen und eventuell eigene Angebote für die Mitglieder zu lancieren. «Wir werden unseren Teil dazu beitragen und euch mit laufenden Angeboten, Informationen, Ideen und Zielsetzungen orientieren», versicherte VSPB-Präsidentin Johanna Bundi Ryser den Delegierten.

 


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Der Thementag «Polizisten im Stresstest» / La journée thématique «Policiers à l’épreuve du stress» / La giornata tematica «Stress test per i poliziotti»