Der VSPB-Innovationspreis (Höhere Fachprüfung HFP)

Mit der höheren Fachprüfung HFP werden einem Polizisten oder einer Polizistin die Kompetenzen im Bereich Führung, Ausbildung und einem fachlichen Spezialbereich attestiert (SPI 2007), welche die Aufgaben der ersten Führungsstufe abdecken. Polizistinnen und Polizisten beweisen mit dem erfolgreichen Abschluss einer höheren Fachprüfung ihre Bereitschaft, sich vermehrt für die Qualität, Weiterentwicklung und Innovation der Polizeiarbeit einzusetzen.

 

Mit der Diplomarbeit werden Problemstellungen behandelt und Lösungen entwickelt. Das dabei erlernte systematische Vorgehen, das Untermauern mit gesicherten Erkenntnissen und das Denken in Varianten ermöglichen erfolgreiche Umsetzungen von Lösungsvorschlägen. Die Diplomarbeiten erlauben es, Problemstellungen anzugehen, welche oftmals Opfer der Prioritäten und fehlender Ressourcen werden. Dies ermöglicht es, auch auf niederschwelliger Stufe die Polizei weiterzuentwickeln und gesicherte Erkenntnisse zu erlangen.


Der VSPB hat sich entschieden, dies würdig zu honorieren. Demzufolge hat die Geschäftsleitung entschieden, im Rahmen der HFP-Diplomarbeit den VSPB-Innovationspreis ins Leben zu rufen. In Zusammenarbeit mit der KKPKS, der SVSP und dem SPI wurde ein spezifisches Reglement erarbeitet und genehmigt sowie die Jury zusammengestellt.

 

Aufgabe der Jury ist es, die beste Diplomarbeit zu eruieren, die sich auf eine polizeiliche Tätigkeit auf Bundes-, kantonaler oder kommunaler Ebene ohne Unterschied in der Bedeutung bezieht und folgende Ziele erfüllt:

  • Förderung der innovativen Arbeit im Polizeikorps
  • Unterstützung der Entwicklung eines spezifischen Bereichs der polizeilichen Tätigkeit
  • Modell zur Verbesserung einer polizeilichen Tätigkeit

Der Preis wird erstmals mit der HFP 2016 vergeben und anlässlich der Diplomübergabe im 2017 ausgehändigt. Der Preis ist mit Fr. 1500.– dotiert.

Artikel zum VSPB-Innovationspreis:

 

Die Jury

  • Emmanuel Fivaz, Vizepräsident des VSPB und Präsident der Jury
  • Vladimir Novotny, Generalsekretär und Vertreter der KKPKS
  • Ralph Hurni, Kommandant der Stadtpolizei St. Gallen und Vertreter der SVSP
  • Reto Habermacher, Direktor Schweizerisches Polizei-Institut SPI
  • Max Hofmann, Generalsekretär des VSPB

VSPB-Innovationspreis 2018 - Verleihung am 8. März 2019 in Luzern 

Rosario Lazzaro von der Kantonspolizei Tessin

Der VSPB-Innovationspreis 2018 geht ins Tessin. In seiner Diplomarbeit behandelt Rosario Lazzaro die Fehlerkultur bei der Polizei. Die Fehlerkultur bei der Polizei hat zum Ziel, eine neue Arbeitsmethode zu fördern, ohne die Angst vor Fehlern und davor, für kleine Nachlässigkeiten bestraft zu werden. Damit wird für ein angenehmeres Arbeitsklima gesorgt, man kann in Konfliktsituationen und auf Verbesserungsvorschläge des Personals besser reagieren. Das verbessert die Qualität der Polizeiarbeit und schliesslich das Polizei-Image.

 


VSPB-Innovationspreis 2017 - Verleihung am 2. März 2018 in Solothurn

Stefan Schmid von der Kantonspolizei Bern

Der diesjährige Innovationspreis geht an Stefan Schmid von der Kantonspolizei Bern für seine Arbeit «Polizeiliches Crowd Management bei planbaren Grossveranstaltungen». Seine Wahl sei auf dieses Thema gefallen, weil gerade die Kantonspolizei Bern, insbesondere die Polizeiabteilungen in den Ballungszentren, regelmässig mit planbaren Grossveranstaltungen konfrontiert seien, erläuterte Stefan Schmid. Er berichtete auch über seine Erfahrungen und Herausforderungen bei der Erstellung der Arbeit. Für ihn war die Themenwahl von zentraler Bedeutung.

 


VSPB-Innovationspreis 2016 - Verleihung am 3. März 2017 in Solothurn

Nicole Windler von der Genfer Kantonspolizei

Die Siegerin ist Nicole Windler von der Genfer Kantonspolizei mit ihrer Arbeit «Müssen die Rekrutierungskriterien zur Integrierung von Einsatzgruppen geschlechtsspezifisch sein?».

 

Laut Emmanuel Fivaz fühlte die Jury sich von diesem wichtigen Thema angesprochen, das subjektive und objektive Kriterien mischt. Es geht dabei um die Respektierung der Gleichbehandlung, auch als Spiegelbild der Gesellschaft, mit immer mehr Frauen, die Polizistinnen werden. Kollegin Windler weitete ihr Forschungsgebiet auf andere Polizeikorps aus, um zu sehen, was anderswo in der Schweiz vorgeht. Die Vorschläge am Ende ihrer Diplomarbeit können umgesetzt werden, sodass jetzt die Kommandanten am Zug sind.